Das Geheimnis des Erfolgs: E-Commerce in der Schweiz

27 September, 2017

Der grenzüberschreitende Online-Handel mit der Schweiz gewinnt massiv an Bedeutung. Im vergangenen Jahr legten die Online-Auslandseinkäufe in der Schweiz überproportional um 18 Prozent zu, so die Ergebnisse der Gesamtmarkterhebung zum E-Commerce in der Schweiz von VSV und GfK in Zusammenarbeit mit Swiss Post. Doch der grenzüberschreitende Handel mit dem Nicht-EU-Land erfordert viel Know-how und Erfahrung.

„Für den Warenversand in die Schweiz sind Kenntnisse der komplexen Zoll- und Steuervorschriften unerlässlich“, sagt Dorothe Eickholt, Geschäftsführerin von Asendia Germany. Deshalb unterstützt Asendia, das Joint Venture von La Poste und Swiss Post, Online-Händler und junge E-Commerce-Unternehmen beim Markteintritt in die Schweiz von Anfang an. Für Newcomer, die erstmals in der Schweiz aktiv werden wollen, hat der Dienstleister den neuen Leitfaden „Das Geheimnis des Erfolgs: E-Commerce in der Schweiz“ entwickelt, der ab sofort online verfügbar ist.

Unterhaltungselektronik auf Platz 1

In den vergangenen Jahren haben sich die Vorlieben der Schweizer Online-Käufer geändert. Während früher Reisen und Hotelübernachtungen sowie Bücher und Zeitschriften am beliebtesten waren, sind es heute Unterhaltungselektronik und Bekleidung. Multimedia, Hi-Fi und Elektrogeräte sind jetzt der Renner im Schweizer E-Commerce. Mittlerweile werden 29 Prozent des gesamten Heimelektronik-Volumens online gekauft. An zweiter Stelle der Beliebtheitsskala im Online-Handel in der Schweiz folgt der Bereich Bekleidung und Schuhe. Eine Eigenheit des Schweizer Marktes ist, dass besonders viele Lebensmittel über das Internet bestellt werden. Danach folgt bereits der Bereich Wohnen, der auch in Deutschland hohe Zuwachsraten im Online Shopping verzeichnet. Bücher und Zeitschriften die früher am begehrtesten waren, liegen heute auf Platz 5.

Quelle: Gesamtmarkterhebung für den Online- und Distanzhandel in der Schweiz des Schweizerischen Versandhandels Verbandes (VSV) und der GfK in Zusammenarbeit mit Swiss Post.


Nischenanbieter haben beste Chancen

„Grundsätzlich haben Nischenanbieter in der Schweiz mehr Chancen als ‚Warenhaus-Generalisten‘“, sagt Eickholt. „Zudem schützt die gute Zahlungsmoral Online-Händler weitgehend vor Zahlungsausfällen.“ Denn die Schweizer sind es gewohnt, mit Geld umzugehen. Viele Abgaben, die in Deutschland bereits bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung abgezogen werden, führen sie am Monatsende selbst ab. Da spielt es auch keine Rolle, dass die meisten Schweizer Kunden ihren Online-Einkauf gegen Rechnung bezahlen.

Hohe Kaufkraft und niedrige Mehrwertsteuer

Die Schweizer gehen gerne auf Schnäppchenjagd und suchen nach Produkten, die auf ihrem verhältnismäßig kleinen Heimatmarkt nicht erhältlich sind. Eine hohe Kaufkraft, die durch den Wechselkurs zwischen Schweizer Franken und Euro weiter gestiegen ist, und eine niedrige Mehrwertsteuer machen den Markt insbesondere für deutsche Unternehmen attraktiv. Zudem ist die Retourenquote in der Schweiz verhältnismäßig gering. Das hängt vermutlich auch damit zusammen, dass kostenlose Rücksendungen in der Schweiz bis heute eher die Ausnahme sind.

Bekleidungsbranche setzt auf Mailings

Der Online-Versandhandel setzt in der Schweiz zur Bewerbung auf den Media-Mix aus: Werbekampagnen in klassischen Medien, Google AdWords und Direktmarketing. Hierbei fällt auf, dass jeder Markt andere Schwerpunkte hat. So geben die Anbieter von Bekleidung das meiste Werbebudget für Direktmailings aus, während die Gesundheitsbranche stärker in klassischen Printmedien wirbt.

Quelle: Gesamtmarkterhebung für den Online- und Distanzhandel in der Schweiz des Schweizerischen Versandhandels Verbandes (VSV) und der GfK in Zusammenarbeit mit Swiss Post.


Den Leitfaden und zusätzliche Informationen zum Markt Schweiz erhalten Sie hier.


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