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4 Fragen an den Asendia-Experten Peter Waldhäuser zu den neuen EU-Zollbestimmungen

Geschrieben von Asendia | Jun 30, 2021 1:58:42 PM

Asendias Experte Peter Waldhäuser gibt einen Einblick in die bevorstehenden Änderungen an den EU-Zollbestimmungen für E-Commerce Businesses.

Durch die im Laufe des Jahres 2021 in Kraft tretenden Änderungen an den EU-Zollbestimmungen müssen sich Onlinehändler anpassen: an neue Wege der Deklarierung und Zahlung von MwSt., an veränderte Zollformalitäten sowie daran, wie sie künftig mit Online-Marktplätzen zusammenarbeiten.




Peter Waldhäuser
Customs Specialist bei Asendia

Um Sie bei der Gewöhnung an die neuen Regelungen zu unterstützen, haben wir Asendias Zollexperten, Peter Waldhäuser, darum gebeten, uns 4 kurze Fragen zu beantworten.

 

 

 

 Was bedeuten diese Änderungen für Onlinehändler innerhalb und außerhalb der EU?

 

Die Änderungen sollte für mehr Wettbewerbsgleichheit zwischen EU- und Nicht-EU-Verkäufern sorgen – indem bestehende Unterschiede in den Steuergesetzen entfernt werden. Im Optimalfall führt das dazu, dass das System für alle Onlinehändler und deren Kunden fair ist, und zwar unabhängig davon, wo sich diese befinden.

 

 Was bedeutet das für E-Commerce Händler?

 

Verkäufer müssen sich entscheiden, ob sie am IOSS teilnehmen, um zu verstehen, welche genauen Informationen sie dem Zoll mit jeder Lieferung zukommen lassen müssen. Zudem müssen sie einschätzen können, welche kommerziellen Lieferungen zum Zeitpunkt der Bestellung der MwSt. unterliegen.

Wir haben unseren Kunden zu den folgenden vier Schritten geraten: identifizieren - einschätzen - registrieren - implementieren. Zunächst gilt es herauszufinden, welche Transaktionen und Lieferungen von den neuen Regularien betroffen sind. Dann sollten Sie einschätzen, wie und auf welchem Weg Sie die MwSt. erklären müssen, anschließend die Zollanmeldung einreichen, sich für IOSS registrieren und zu guter Letzt die Änderungen implementieren.

 

 Inwiefern ist das Shoppingerlebnis der Kunden von diesen Änderungen betroffen?

Die Customer Journey wird davon sehr stark betroffen. Ab sofort müssen die Shopper für alle Waren bis zu einem Wert von 22 € MwSt. zahlen – entweder direkt in Ihrem Shop oder bei Erhalt der Ware. Wenn Sie diese Änderungen nicht berücksichtigen, riskieren Sie, Ihre Kunden mit unerwarteten Kosten zu überraschen – und das führt dann entweder zu Warenkorbabbrüchen oder Retouren.

 

 Was ist die wichtigste Herausforderung für Onlinehändler?

Sie sollten sicherstellen, dass alle übermittelten Daten und Formalitäten korrekt sind und den neuen Vorschriften entsprechen. Denn vor allem anderen wollen Sie verhindern, dass Sie unerwartete Kosten oder lange Verzögerungen auf Ihre Kunden abwälzen.

 

 

 

Asendia tut alles dafür, dass unseren Kunden ein sicherer und reibungsloser Übergang zu den neuen EU-Zollbestimmungen gelingt. Wir werden Sie auch weiterhin zuverlässig mit Informationen und Guides dazu versorgen, wie Sie die neuen Vorschriften einhalten und sich am besten vorbereiten können – außerdem halten wir Sie natürlich darüber auf dem Laufenden, was für E-Commerce-Händler als nächstes alles ansteht.

Weitere Informationen erhalten Sie in unseren ICS2 und IOSS Webseiten (in englischer Sprache) – oder aber Sie kontaktieren uns direkt.