E-Commerce Start-ups: 3 Tipps für den internationalen Erfolg

19 May, 2020

E-Commerce

Sie fragen sich, wie es anderen E-Commerce Start-ups gelingt, auf dem internationalen Markt Fuß zu fassen? Dann ist dieser Beitrag genau das Richtige für Sie.

Die Ausgangslage war noch nie so günstig: Kontinuierlich kommen neue Möglichkeiten für Onlinehändler hinzu, um im Internet internationale Onlinekäufer zu erreichen. Zusätzlich sind immer mehr Dienstleistungen verfügbar, die den internationalen E-Commerce und Versand vereinfachen. Wenn Sie also bereits hierzulande ein erfolgreiches Start-up führen, ist Erfolg im grenzüberschreitenden E-Commerce kein Wunschtraum, sondern ein realistisches Ziel. Sie haben schon wichtige Erfahrungen gesammelt, auf denen Sie aufbauen können. Gleichzeitig hat der internationale E-Commerce gerade für Start-ups einige Besonderheiten. Wir haben deshalb Praxis-Tipps zusammengestellt, die Sie gezielt dabei unterstützen, international auf die Erfolgsspur zu gelangen.

1. Legen Sie größten Wert auf erstklassigen Versand

Wer einen neuen Onlineshop entdeckt, ist zunächst vorsichtig. Potenzielle Kunden stellen sich vor allem folgende Fragen:

  • Wie schnell sind Bestellungen beim Empfänger?
  • Wie teuer ist der Versand?
  • Welche Leistungen und welchen Kundensupport bieten Sie rund um den Versandprozess an?

Internationale Onlinekäufer werden zudem von überteuerten Versandkosten, vagen Angaben zu Lieferzeiten und unzuverlässigen Versanddienstleistern eindeutig abgeschreckt.

Das erwarten Kunden von Ihrem Versandservice:

  • Die Garantie, dass ihre Bestellung sorgfältig verpackt ankommt: Onlinekäufer möchten ihr Produkt in einem neuwertigen Zustand erhalten. Bieten Sie ihnen die Gewissheit, dass alle zerbrechlichen Artikel angemessen verpackt sind. Betonen Sie, dass der von Ihnen beauftragte Versanddienstleister alle Vorkehrungen trifft, um die Ware wie vereinbart zuzustellen.
  • Nennen Sie die korrekten Versandkosten für die jeweilige Region: Geben Sie die jeweiligen Versandkosten an.. Dann weiß der Kunde vor dem Kauf in jeden Fall, was ihn erwartet. Alternativ können Sie einen Pauschalpreis angeben, um Missverständnissen vorzubeugen.
  • Führen Sie ein umfangreiches Retourenmanagement ein: Die meisten Onlinekäufer möchten wissen, ob Sie Retouren akzeptieren und welche Prozesse hier greifen. Es kann sich hier für Sie lohnen, sich an einen Drittanbieter zu wenden. Dieser kann in Ihrem Namen beschädigte oder ungewünschte Waren abholen und die Rückerstattung sowie Kundenbetreuung erledigen.
  • Berücksichtigen Sie die Verzollung: Prüfen Sie stets, ob für Ihr jeweiliges Produkt Zollgebühren anfallen. Lassen Sie diese Gebühren entweder in die Preisgestaltung einfließen oder geben Sie an, dass Ihr Kunde möglicherweise eine zusätzliche Gebühr zahlen muss. Es kommt hier ganz auf Transparenz an.

2. Vereinfachen Sie den Zahlvorgang

Wir sind es zwar längst gewöhnt, 1-Click-Buttons zu nutzen und online die eigenen Kontodaten anzugeben. Dennoch sind wir immer noch misstrauisch, wenn wir es mit einem neuen Onlineshop zu tun haben: Ist dieser uns zuvor unbekannte Anbieter wirklich vertrauenswürdig? Zudem sind Betrug im Internet und Fake-Shops im Besonderen keine Seltenheit. Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit stehen daher für die Nutzer Ihres Onlineshops bei der Kaufentscheidung an oberster Stelle.

Stellen Sie sicher, dass Sie vertrauenswürdige Zahlungsoptionen anbieten, welche die Verbraucher in dieser Region gut kennen. Sie sollten Ihren Onlineshop also mit den im jeweiligen Land gängigen Zahlungsmöglichkeiten ausstatten: Ganz gleich, ob es sich um PayPal, Banküberweisung oder Kreditkartenzahlung handelt. Analysieren Sie also die jeweilige Region gründlich und bieten Sie alle Zahlungsmethoden an, die dort eine große Akzeptanz genießen.

Es mag selbstverständlich klingen, doch der Teufel steckt im Detail: Berücksichtigen Sie immer die jeweilige Landeswährung beziehungsweise die Währungen, die erwartet werden. Dadurch vermeiden Sie Irritationen und vereinfachen den Kaufprozess.

3. Machen Sie Ihre Hausaufgaben und lernen Sie Ihre Zielländer kennen

Ihr Zielland unterscheidet sich vermutlich von dem, was Sie von Ihrem Heimatland kennen. In jedem Land gibt es verschiedene kulturelle, soziale und politische Faktoren. Diese beeinflussen die Wahrnehmung von Marketing-Maßnahmen in den Augen potenzieller Kunden erheblich. Nehmen Sie sich also die Zeit, um herauszufinden , ob Sie es mit einem relevanten Markt zu tun haben: Ist hier für Ihre Produkte und für Ihre Sparte ein lukratives Geschäft möglich? Wenn Sie diese Fragen positiv beantworten können, sind Sie auf einem guten Weg.

Passen Sie Ihr Marketing sorgfältig an

Es hilft Ihnen ungemein, wenn Sie über eine gute Kenntnis der individuellen Region mit ihren Sitten und Gebräuchen verfügen. Auch die Umgangssprache und aktuelle Trends sollten Ihnen vertraut sein. Dann haben Sie die ideale Grundlage, um eine wirksame, lokalisierte Marketing-Strategie zu konzipieren. Zudem wissen dann genau, welche Kanäle und Methoden sich am besten eignen, Ihr Produkt im jeweiligen Land bekanntzumachen.

Prüfen Sie realistisch Ihre Chancen

Überlegen Sie in Ruhe, ob Ihr Produkt für internationale Verbraucher tatsächlich erschwinglich ist. Wechselkurse und schwankende Volkswirtschaften sind nicht zu unterschätzen. Sie sollten sich sicher sein, dass sich die Erschließung einer neuen Region lohnt. Wenn Sie sich verbiegen müssen, ist eher abzuraten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Ihre Marke Schaden nimmt und die Qualität Ihrer Produkte nicht angemessen gewürdigt wird.

Stellen Sie, fest ob eine Lokalisierung ökonomisch sinnvoll ist

Der Kostenfaktor ist für alle Start-ups entscheidend. Bei der Erschließung eines neuen Marktes sind bisherige Erfahrungswerte sicherlich hilfreich. Je nach Produkt kann es jedoch passieren, dass die Neuausrichtung Ihrer Kampagne und Strategie teuer wird. Wenn Sie es mit einer völlig anderen Sprache zu tun haben, reicht eine reine Übersetzung nicht aus. Auch kulturelle Gepflogenheiten gilt es hier zu berücksichtigen. All dies erhöht die Kosten. In den meisten Fällen müssen Sie zudem nicht nur Ihre Etiketten und Ihre Werbung übersetzen lassen, sondern auch einen Kundenservice in der Sprache der potenziellen Kunden anbieten. Hierbei empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem lokalen Versanddienstleister, wofür wiederum Kosten anfallen.

Sie möchten im internationalen E-Commerce durchstarten? Wenn Sie sich dabei mit einem erfahrenen Partner zusammentun, zahlt sich das langfristig für Sie aus: Wir haben Hunderte von Unternehmen bei ihren ersten Schritten auf dem internationalen Weg unterstützt. Diese Kunden stehen wir weiterhin bei ihren weltweiten Erfolgsgeschichten zur Seite. Wir sind Experten für den Versand in über 220 Zielländer auf der ganzen Welt. Wir bieten eine Vielzahl von Dienstleistungen, die speziell auf Unternehmen zugeschnitten sind, die eine internationale Präsenz aufbauen möchten.

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